Östlich der Sierra

Östlich der Sierra

25. März 2025

Die Bergkette im Osten Kaliforniens ist „die Sierra“, oft auch Sierra Nevada. Uns ist nicht klar, wo die genaue Unterscheidung ist und inwiefern es mit Lokalkolorit zusammenhängt .. die Kalifornier sagen eher nur Sierra. Nevada ist der (konservative) Staat nebenan …

Ab Tahoe City (Kalifornien) mussten wir nördlich um den See fahren und kamen wieder nach Nevada rein. Das merkt man spätestens an den grossen „CASINO“ Werbungen, die gleich nach der Grenze anfangen … Eine Stunde später (oder 1.5) ging es dann über eine Grenze. Wieder nach Kalifornien rein, wo wir tatsächlich nach mitgeführten Früchten und Pflanzen gefragt wurden. Dabei ist die Grenze nicht wie bei uns ein Tal, ein Fluss oder eine Bergkette, nein, einfach ein Strich auf der Landkarte, der mit der Topographie nichts gemein hat.

Danach fing die „Rückseite des Yosemite Nationalparks“ an, wirklich eindrücklich und schön. Der Nationalpark selbst, sowie alle Pässe davor und danach in Richtung Meer sind um diese Jahreszeit noch geschlossen.

Dann kam der Mono Lake. Wir wussten nicht viel, aber lokale Tafeln und Schilder haben uns aufgeklärt und uns zu einem tollen Ort gefürt.

Der erste Aussichtspunkt auf den Mono Lake:

Der Mono Lake ist, ähnlich dem grossen Salzsee bei Salt Lake City, eine Senke ohne Abfluss. Zwischen dem grossen Salzsee und dem Mono Lake befindet sich der „Great Basin“ Nationalpark (Nevada), ein Riesen Gebiet, welches zum Mono Lake hin entwässert.

Der Tufa Point ist DER Ort wo man hin muss, wenn man wenig Zeit hat. War da geschrieben und haben wir gemacht. Die Zufahrt:

Der Mono Lake und sein Ökosystem war gesund bis 1941, als Los Angeles zur Wasserbeschaffung angefangen hat massiv Flüsse in der östlichen Sierra nach Westen umzuleiten. Der Wasserstand sank massiv und erst 1994 kam es zu einer grossen Einigung, dass ein gewisses Mindestmass an Wasserzufluss belassen werden muss.

Der Mono Lake ist etwa 3 mal salziger als das Meer und massiv alkalischer. Durch die Verminderung der Frischwasserzufuhr wurde das Verhältnis nochmals „verschlimmert“ und das existierende Ökosystem kam an seine Grenzen. Seit 1994 erholt sich der See nun langsam, ist aber immer noch massiv kleiner, sprich der Seestand ist tiefer als vor den Umleitungen.

Der See ist – immer noch – viel besucht von Zug-Vögeln, welche sich von kleinen Krebsen ernären, welche dem widrigen Wasser widerstehen.

Dank dem tiefen See-Spiegels sind aber die Tufa’s sichtbar, welche sich sonst unter Wasser bilden. Nahe am Ufer sieht man die entstehenden Gebilde, welche irgendwann zu einer Tufa werden. Der Haupttreiber ist das Kalzium-Karbonat, welches aus der Tiefe nach oben steigt und den harten Kalkstein bildet.

Ein paar Kilometer weiter gibt es wieder normale Süsswasser Seen!
Zum Beispiel: June Lake (ist auch ein Skigebiet):

.. und ein paar Meter weiter (weniger als ein Kilometer) der Gull Lake. Man beachte den Unterschied:

Das Dorf „June Lake“ liegt genau zwischen dem June und Gull See. Ist sicherlich im Sommer auch ein toller Ort. Eine spannendes Gebiet! Wüste und Erholungsgebiet in den Bergen so eng beisammen.

„Mammoth Lakes“ – so der volle Name der Ortschaft – ist dann ein paar Meilen weiter, in den lokalen Dimensionen der Nachbarort.